Amtliche Meldung

Festsetzung und Entrichtung der Grundsteuer A und der Grundsteuer B

BEKANNTMACHUNG

Festsetzung und Entrichtung der Grundsteuer A und der Grundsteuer B für das Kalenderjahr 2022 der Märkte Burgsinn und Obersinn sowie der Gemeinden Aura i. Sinngrund, Fellen und Mittelsinn

Für diejenigen Steuerschuldner, die für das Kalenderjahr 2022 die gleiche Grundsteuer wie im Jahr 2021 zu entrichten haben, also deren Bemessungsgrundlagen (Grundsteuer-Messbeträge) sich seit der letzten Bescheid Erteilung nicht geändert haben, kann nach § 27 Abs. 3 des Grundsteuergesetzes (GrStG) die Grundsteuer durch öffentliche Bekanntmachung festgesetzt werden.
Für das Kalenderjahr 2022 verzichten die Märkte Burgsinn und Obersinn sowie die Gemeinden Aura i. Sinngrund, Fellen und Mittelsinn vorerst auf die generelle Erteilung von Grundsteuerbescheiden und setzen durch diese
öffentliche Bekanntmachung
gemäß § 27 Absatz 3 Satz 1 des Grundsteuergesetzes vom 7. August 1973 (BGBl I S. 965, BStBl I S. 586) die
Grundsteuer A (land- und forstwirtschaftliches Vermögen)
und die
Grundsteuer B (bebaute und unbebaute Grundstücke)
für das Kalenderjahr 2022
in der zuletzt für das
Kalenderjahr 2021 veranlagten Höhe fest.
Wie bereits mitgeteilt, wurden in allen Gemeinden ab dem Jahr 2022 neue Grundsteuerhebesätze beschlossen, die allerdings erst mit der Bekanntgabe in der Haushaltssatzung rückwirkend zum 01.01.2022 in Kraft treten.
Sobald die Haushaltssatzungen rechtskräftig bekanntgemacht sind, erhalten Sie neue Steuerbescheide aus denen die Nachzahlungsbeträge ersichtlich sind.
Fälligkeit der Grundsteuer 2022
Die Grundsteuer 2022 wird entsprechend § 28 Absatz 1 des Grundsteuergesetzes mit den zuletzt festgesetzten Vierteljahresbeträgen jeweils am 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November des Jahres 2022 fällig.
Kleinbeträge bis zu 30,– Euro werden mit der Hälfte des Jahresbetrages jeweils am 15. Februar und 15. August des Jahres 2022 zur Zahlung fällig, Jahresbeträge bis zu 15,– Euro sind in voller Höhe am 15. August 2022 zu entrichten (§ 28 Abs. 2 Ziffern 1 und 2 GrStG).
Für Steuerpflichtige, die von der Möglichkeit des § 28 Absatz 3 des Grundsteuergesetztes (Antrag auf Entrichtung der Steuer in einem Jahresbetrag) Gebrauch gemacht haben, wird die Grundsteuer 2022 mit dem Jahresbetrag in einer Summe am 1. Juli 2022 fällig.
Anmerkungen
Diese öffentliche Grundsteuerfestsetzung gilt zwei Wochen nach dem Tag der Veröffentlichung als bekannt gegeben.
Mit dem Tag der öffentlichen Bekanntmachung der Steuerfestsetzung treten gemäß § 27 Absatz 3 Satz 2 Grundsteuergesetzes für die Steuerpflichtigen die gleichen Rechtswirkungen ein, wie wenn Ihnen an diesem Tag ein schriftlicher Steuerbescheid zugegangen wäre.
Rechtsbehelfsbelehrung

Gegen die mit dieser Bekanntmachung eintretende Rechtswirkung kann innerhalb eines Monats nach der Bekanntgabe entweder Widerspruch eingelegt (siehe 1.) oder unmittelbar Klage erhoben (siehe 2.) werden.
1. Wenn Widerspruch eingelegt wird:
Der Widerspruch ist schriftlich oder zur Niederschrift bei der
Verwaltungsgemeinschaft Burgsinn, Burgweg 1, 97775 Burgsinn
einzulegen.
Sollte über den Widerspruch ohne zureichenden Grund in angemessener Frist sachlich nicht entschieden werden, so kann Klage bei dem
Bayerischen Verwaltungsgericht Würzburg, Burkarderstr. 26, 97082 Würzburg
schriftlich oder zur Niederschrift des Urkundsbeamten der Geschäftsstelle dieses Gerichts erhoben werden. Die Klage kann nicht vor Ablauf von drei Monaten seit der Einlegung des Widerspruchs erhoben werden, außer wenn wegen besonderer Umstände des Falles eine kürzere Frist geboten ist.
Die Klage muss den Kläger, den Beklagten, die
Verwaltungsgemeinschaft Burgsinn, Burgweg 1, 97775 Burgsinn
und den Gegenstand des Klagebegehrens bezeichnen und soll einen bestimmten Antrag enthalten. Die zur Begründung dienenden Tatsachen und Beweismittel sollen angegeben, der angefochtene Bescheid soll in Urschrift oder in Abschrift beigefügt werden. Der Klage und allen Schriftsätzen sollen Abschriften für die übrigen Beteiligten beigefügt werden.
2. Wenn unmittelbar Klage erhoben wird:
Die Klage ist bei dem
Bayerischen Verwaltungsgericht Würzburg, Burkarderstr. 26, 97082 Würzburg
schriftlich oder zur Niederschrift des Urkundsbeamten der Geschäftsstelle dieses Gerichts zu erheben. Die Klage muss den Kläger, den Beklagten, die
Verwaltungsgemeinschaft Burgsinn, Burgweg 1, 97775 Burgsinn
und den Gegenstand des Klagebegehrens bezeichnen und soll einen bestimmten Antrag enthalten. Die zur Begründung dienenden Tatsachen und Beweismittel sollen angegeben, der angefochtene Bescheid soll in Urschrift oder in Abschrift beigefügt werden. Der Klage und allen Schriftsätzen sollen Abschriften für die übrigen Beteiligten beigefügt werden.
Hinweise zur Rechtsbehelfsbelehrung
Durch das Gesetz zur Änderung des Gesetzes zur Ausführung der Verwaltungsgerichtsordnung vom 22.06.2007 (GVBl S. 390) wurde im Bereich des Abgabenrechts ein fakultatives Widerspruchsverfahren eingeführt, das eine Wahlmöglichkeit eröffnet zwischen Widerspruchseinlegung und unmittelbarer Klageerhebung.
Ein elektronisch eingelegter Widerspruch muss mit einer qualifizierten elektronischen Signatur nach dem Signaturgesetz versehen sein. Eine elektronische Widerspruchseinlegung ohne qualifizierte elektronische Signatur ist unzulässig.
Eine Klageerhebung in elektronischer Form ist unzulässig.
Kraft Bundesrechts ist bei Rechtsschutzanträgen zum Verwaltungsgericht seit 01.07.2004 grundsätzlich ein Gebührenvorschuss zu entrichten.

Burgsinn, den 01.02.2022

Markt Burgsinn: Robert Herold, 1 Bürgermeister
Markt Obersinn: Lioba Zieres, 1. Bürgermeisterin
Gemeinde Aura i. S.: Wolfgang Blum, 1. Bürgermeister
Gemeinde Fellen: Zita Baur, 1. Bürgermeisterin
Gemeinde Mittelsinn: Peter Paul, 1. Bürgermeister

Der Beitrag steht unter Einhaltung der Bildrechte von Dritten zur freien Verfügung.